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Samstag, 28. Februar 2015

Einzelheiten zum Schwangerschaftstest

Da ich immer wieder zu diesem Thema befragt werde, will ich den heutigen Post dazu verwenden, euch über Schwangerschaftstests und deren Verwendung zu schreiben.

Die meist gestellte Frage ist: "Ab wann darf ich testen?"
Dazu ist zu sagen, dass es immer besser und zuverlässiger ist, wenn man den Tag des Einsetzens der Regelblutung abwartet. Je eher der Test, desto größer die Fehlerquote. Mit sogenannten "Frühtests" kann man schon wenige Tage nach dem Eisprung testen.

Welche Tests gibt es?
Frühtests, die kann man schon kurz nach dem Eisprung verwenden, aber man kann sich nicht in jedem Fall auf das Ergebnis verlassen. Außerdem gibt es Frauen, bei denen ein Test "negativ" anzeigt, obwohl sie schwanger sind. Also hier ist wohl eher das Motto der Stunde "Geduld haben".

Die andere Möglichkeit sind Schwangerschaftstests, die man nach dem Ausbleiben der Regelblutung benutzt oder wenn man nur eine minimale Blutung hatte. Diese Tests sind weitaus zuverlässiger, da der zu bestimmende Hormonwert in seiner Konzentration da schon gestiegen ist.

Wann teste ich am besten?
Auf den meisten Tests steht, dass die Tageszeit egal ist. Aus eigener Erfahrung heraus, ist es aber tatsächlich besser, wenn man den Test am Morgen oder nachdem man min. 4 Stunden nicht auf der Toilette war macht, da dann die Hormonkonzentration am höchsten ist.

Was misst so ein Test?
Diese Tests messen das Hormon ß-HCG. Dieses Hormon entsteht nur im weiblichen Körper, wenn eine Schwangerschaft vorliegt, in seltenen Fällen bei Tumorerkrankungen. Je weiter die Schwangerschaft vorangeschritten ist, desto höher sind die Werte. Bis zu 20. Schwangerschaftswoche steigt der Wert, danach sinkt er immer weiter ab.

Wir führe ich so einen Test durch?
Das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Es ist unbedingt notwendig für ein zuverlässiges Ergebnis, dass man sich an die richtige Durchführung und die Beachtung der Vorgaben hält. 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein negativer Test nicht immer bedeutet, dass man nicht schwanger ist. In diesem Zusammenhang spreche ich aus eigener Erfahrung. Bei mir war der Test am Tag der erwarteten Regelblutung negativ, aber eine Woche später sofort positiv.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Bluttest machen lassen bei seinem Gynäkologen!

Es stimmt das Gerücht, dass man mit einem Ovulationstest auch einen Schwangerschaftstest machen kann. Da die Hormone, die in beiden Tests gemessen werden sich sehr ähnlich sind, zeigt auch ein Ovulationstest  zwei Striche an. Ob das bei jedem Ovulationstest geht weiß ich nicht, aber es war zumindest bei meinem von "Pro Matris" so.

Hier im nächsten Abschnitt habe ich mal eine kleine Übersicht eingefügt, wo zu sehen ist, ab wann man welchen Test nutzen kann. Die Angaben 10-er, 25-er oder 50-er bedeuten die "Sensibilität" des Tests. Diese Angabe findest du auf dem jeweiligen Test.




Ein großes Anliegen meinerseits ist auch die richtige Bestimmung der Schwangerschaftswoche........

Am Tag der nicht einsetzenden Regelblutung, ist man ausgehend von einem 28 Tage Zyklus bereits Ende der 4. /Anfang der 5. Schwangerschaftswoche!
Warum? Ganz einfach, der erste Tag der letzten Regelblutung ist der erste Tag des Zyklus und somit einer möglichen Schwangerschaft, da ja ab diesem Zeitpunkt ein Ei reift, egal ob es dann beim Eisprung befruchtet wird oder nicht. Somit ergibt sich auch die Tatsache, dass man 10 Monate schwanger ist und nicht 9! 
Klar man merkt es erst ab dem Ende des ersten Monats, also nach  28 Tagen, daher 9 Monate, aber rein rechnerisch sind es trotzdem 10 Monate.

Samstag, 31. Januar 2015

Persönliche Erfahrung

Nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, hatte ich keinen regelmäßigen Zyklus. Ein- bis zweimal im Jahr hatte ich eine Blutung. So war es schon vorher, daher ahnte ich schon, dass etwas nicht hinhaut. Nach einem halben Jahr ohne Regelblutung, ging ich zu meiner Gynäkologin, die einen Bluttest machte und ein Ultraschall. Ihre Aussage "Alles in Ordnung! Aber hier mal ein paar Hormone für Sie zum einnehmen!". Ich wurde mit Clomifen und Chlormadinom vollgestopft und lief wie ein Zombie durch die Gegend. Nichts tat sich.....
Ich bekam nach einem weiteren halben Jahr die Überweisung für eine Kinderwunschklinik. Nach einer ziemlich langen Wartezeit hatten wir dann unseren Termin. Erst wurde die gesamte Familienanamnese gemacht, dann ein Ultraschall gemacht und Blut abgenommen. Bereits beim Ultraschall kam der Verdacht auf PCO auf, da ich das typische Ultraschallbild hatte. Vor dem nächsten Termin musste mein Mann noch ein Spermiogramm machen lassen und ich einen Zuckerbelastungstest. Beim zweiten Termin dann die Ergebnisse....alles war niederschmetternd schlecht und noch dazu PCO!.....?...............Unfruchtbar!
Was nun? Ich musste ein Diabetikermedikament nehmen (Metformin) und innerhalb von zwei Monaten bekam ich einen regelmäßigen Zyklus. Bereits im zweiten Zyklus wurde mein Eisprung beobachtet, per Spritze ausgelöst und auf Anweisung geherzelt....und......es hat trotz der schlechten Prognosen geklappt. Ich musste dann noch Progesteron nehmen, da ich auch noch eine Gelbkörperschwäche habe. Das musste ich dann bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche nehmen und jetzt halte ich meine Tochter im Arm. Es hat zwar 2 Jahre gedauert, aber die Mühen, Tests, das Hoffen und Bangen alles hat sich gelohnt.

Was will ich euch mit meiner Geschichte sagen? Man sollte nicht die Flinte ins Korn werfen und aufgeben, denn es gibt meistens noch Hoffnung. Sicherlich gibt es keine Garantie, dennoch sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Für uns waren die Grenzen, bis wohin wir unseren Kinderwunsch verfolgen klar gesteckt von Anfang an und ich hatte mich auch versucht an den Gedanken zu gewöhnen, dass es nicht klappen könnte. Es war eine grausame und niederschmetternde Zeit, die eine Beziehung auch erstmal aushalten muss. Letztenendes hat mein Mann für uns beide die Hoffnung nie aufgegeben und er sollte auch Recht behalten.