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Freitag, 22. Januar 2016

Vorzeitiger Blasensprung

Im vorherigen Post habe ich über vorzeitige Wehen geschrieben, im engen Zusammenhang damit steht natürlich der vorzeitige Blasensprung. Im Normalfall setzen erst die Wehen ein, bevor die Fruchtblase springt, nur etwa jede 10. Woche hat zuerst den Blasensprung.

Woran merke ich, dass die Fruchtblase gesprungen ist?

Im Normalfall merkt man es daran, dass man "ausläuft".... so wie wenn man den Harndrang nicht kontrollieren kann. In den meisten Fällen geschieden das tröpchenweise, aber auch schwallartig kann es auftreten.

Was mache ich jetzt?

Wenn man ein Tröpfeln bemerkt am besten sofort eine Damenbinde benutzen oder wenn diese nicht reichen sollte ein Handtuch...wichtig ist, dass man Ruhe bewahrt! Egal ob man sich sicher ist oder auch nicht, sollte man unbedingt den Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen. Ist man über der 35. Schwangerschaftswoche, wird in der Regel die Geburt eingeleitet oder sie beginnt spontan. Hat man diese Schwangerschaftswoche noch nicht erreicht wird meist nach der Untersuchung ein wehenhemmendes Mittel verabreicht, Bettruhe verordnet und ein Antibiotikum gegeben und abgewartet, wie es sich weiterentwickelt. Hier gibt es aber keine "So-läuft-das-immer-ab-Regel"..... das wird alles individuell entschieden.

Wie erkenne ich, dass es wirklich Fruchtwasser ist?

Fruchtwasser hat eine klar bis leicht trübe, leicht gelbliche Farbe und riecht und schmeckt süßlich. Wenn man sich unsicher ist, ab zum Arzt oder der Hebamme, die machen dann mit einem Teststreifen einen Test, der den ph-Werrt bestimmt und können feststellen, ob es sich um Urin oder Fruchtwasser handelt.

Warum bekomme ich ein Antibiotikum?

Sobald die Fruchtblase gesprungen ist, besteht die Gefahr einer Infektion fürs Baby, da es nun nicht mehr isoliert und geschützt von der Außenwelt ist. Außerdem haben einige Frauen häufig einen unbemerkte Streptokokkeninfektion im Scheiden Bereich. Durch eine vaginale Entbindung bestünde ein erhöhtes Rsisiko für das Baby, daher wird nach einem erfolgten positiven Test immer ein Antibiotikum verabreicht.

Samstag, 14. März 2015

Geburtsvorbereitungskurs

Für fast alle Schwangere ist es wichtig, solch einen Kurs zu besuchen. Aber muss man dahin? Was macht man da? Wer bezahlt das? Nützt der mir etwas? Wo kann ich den machen? Kann ich beim zweiten Kind nochmal hin?

Ein Geburtsvorbereitungskurs ist eine sehr sinnvolle Sache, wenn man den richtigen Anbieter hat. Dieser Kurs wird von ambulanten Hebammenpraxen oder auch in Krankenhäusern, Geburtshäusern und Familienbegegnungsstätte angeboten.


Kann dort auch der werdende Papa mitgehen?

Es gibt verschiedene Arten von Kursen, aber in allen dürfen die Papas zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kurses mitgehen.


Welche Arten von Kursen gibt es?

- nur für Schwangere
- für Schwangere mit Begleitperson (muss nicht immer der Partner sein)
- Paarkurse an einem Wochenende
- Kurse, die einmal pro Woche stattfinden
- für Erstgebärende
- für Schwangere, die bereits ein oder mehrere Kinder haben

In bestimmten Fällen kann der Kurs auch als Einzelsitzung absolviert werden, daheim oder im Krankenhaus, wenn zum Beispiel die Schwangere aus gesundheitlichen Gründen nicht regulär teilnehmen kann. Dafür benötigt man lediglich ein Rezept vom Gynäkologen.


Wer bezahlt den Kurs?

Bei normal gesetzlich Versicherten bezahlt es die Krankenkasse in einem Umfang von 14 Mal 60 Minuten, was dann auf die jeweilige Kurslänge umgerechnet wird. Die Begleitperson muss den Beitrag in den meisten Fällen selbst zahlen.


Muss man dahin?

Nein, muss man nicht. Es gibt dafür keine Pflicht, es ist ein Angebot, was wahrgenommen werden kann. 


Was macht man da?

Viele denken, dass dort die ganze Zeit nur Gehechelt wird. Weit gefehlt! Solch ein Kurs ist dafür da, dass Ängste genommen, Irrtümer beseitigt, Unsicherheiten genommen und Wissen erlangt wird. Mögliche Inhalte sind:

- Entspannung -> Erproben verschiedener Entspannungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Schwangerschaft und Geburt
- Aufklärung über die Geburt -> Wehen, Fruchtwasser, Schmerzen, Hilfsmittel, Unterstützung durch den Partner, Nachgeburt, Wochenbett, Klinikabläufe
- Veratmen von Schmerzen wird geübt
- Fragen werden geklärt rund um die Schwangerschaft
- Stillen und alles, was dazu gehört
- Gymnastik zur Steigerung der Ausdauer und Entlastung der Gelenke, Reduzierung von Schwangerschaftsbeschwerden
- Schilderung und Erklärung eines Kaiserschnitts
- Aufklärung über mögliche Komplikationen
- verschiedene Gebärpositionen probieren
- Besichtigung eines Kreißsaals
- Babypflege
- Informationen über Dammmassage und weitere Massagetechniken
- Kliniktasche, was gehört rein


Kann ich beim zweiten Kind nochmal hin?

Ja klar, gerade wer nicht erstgebärend ist, hat meistens nicht so die Möglichkeit sich auf die neue Schwangerschaft einlassen zu können. Solch ein Kurs bietet Raum dafür sich mit der Schwangerschaft zu befassen und die Momente zu geniessen.


Ab wann kann ich den Kurs machen?

Im Prinzip zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft, aber es bietet sich an ihn ca. ab der 28. Schwangerschaftswoche zu machen, denn da ist man schon eine Weile schwanger, hat vielleicht schon Schwangerschaftswehwehchen und spürt das Baby. Und es ist noch eine Weile bis zur Geburt hin, im besten Fall.

Wie ihr seht, ist dieser Kurs wirklich sinnvoll und ist gerade geeignet für Schwangere, die sehr viele Ängste und Unsicherheiten haben oder für Schwangere, die sich gern austauschen. Häufig findet man dort Freundschaften für die Ewigkeit.

Samstag, 28. Februar 2015

Wie finde ich die richtige Hebamme und was macht eine Hebamme alles?

Die richtige Hebamme zu haben, finde ich mehr als wichtig. Nicht nur für die Geburtsvorbereitung und Geburt, sondern die Zeit davor und danach ebenfalls. Während einer Schwangerschaft treten bei den meisten so viele Fragen und Probleme auf und genau dafür ist eine Hebamme der beste Ansprechpartner. Selbst der eigene Gynäkologe stößt an seine Grenzen, z.B. wenn es um Schwangerschaftsbeschwerden geht, die mit der klassischen Medizin keine Linderung finden.

Die richtige Hebamme ist also goldwert!

Wann suche ich mir eine Hebamme?
Am besten rechtzeitig genug, also vor der 20. Schwangerschaftswoche. In vielen Gegenden Deutschlands gibt es entweder nur sehr wenige Hebammen, oder aber zu viele Schwangere. Aus der Erfahrung heraus ist es besonders wichtig, zeitig eine Hebamme zu finden, wenn der errechnete Geburtstermin in der Urlaubszeit, bzw. Ferienzeit liegt.

Was erwartet mich?
Das hängt ganz davon ab, was du erwartest und wie deine Vorstellungen sind. Willst du eine Hausgeburt? Willst du in einem Geburtshaus entbinden? Willst du in einer Klinik entbinden mit den dort angestellten Hebammen oder willst du vielleicht in der Klinik mit deiner Hebamme entbinden? Diese Fragen solltest du erst einmal für dich klären.

Nicht jede Hebamme, die sich mit einer Praxis niedergelassen hat, ist Beleghebamme und kann dich in der Klinik bei der Entbindung begleiten und betreuen!

Was bietet eine Hebamme mit einer Praxis an?
An allererster Stelle steht für mich der Geburtsvorbereitungskurs. Wie in einem anderen Post bereits geschrieben, kann eine Hebamme auch alle notwendigen Vorsorge-untersuchungen machen (außer Ultraschall). Es gibt auch für Hebammen Weiterbildungsmöglichkeiten, daher schwanken die Möglichkeiten von Zusatzangeboten. Die meisten bieten Akupunktur, Massagen, Hypnobirthing, Yoga für Schwangere, Fußreflexzonenmassage, Stillberatung, Rückbildungsgymnastik, Babymassage und vieles mehr an.

Man kann natürlich auch Kurse im jeweiligen Krankenhaus, in dem man entbinden will, besuchen. Dort gibt es dann auch gleich die Möglichkeit die Klinik sich genau anzuschauen und weitere Kurse zu besuchen.

Was eine Hebamme noch so macht findet ihr hier auf dieser Seite www.hebammen.de

Für mich am hilfreichsten war meine Hebamme bei allen kleineren und größeren Schwangerschaftswehwehchen. Wegen der Schwangerschaft kann man ja nur eine sehr begrenzte Menge und Auswahl an Medikamenten nutzen. Dank meiner Hebamme konnte ich auf homöopathische Mittel zurückgreifen.

Was macht eine Hebamme nach der Entbindung?
Normalerweise kommt die Hebamme gleich am ersten Tag nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu dir nach Hause, versorgt eventuelle Narben, schaut nach der Gewichtszunahme und Gesundheit deines Babys, kontrolliert die Rückbildung und ist für alle Fragen und Probleme da, die du hast. Wenn du willst zeigt dir die Hebamme wie du dein Babys wäschst, wie der Nabel gepflegt werden muss und hilft dir bei Fragen und Problemen rund um das Thema Stillen.

Wie du siehst, sollte man wirklich einen sehr guten Draht zu seiner Hebamme haben, der auf einem starken Vertrauen basiert. So nah, wie sie dir kommt, werden wahrscheinlich nicht viele kommen. Die Chemie muss stimmen, ansonsten wird es eher schwierig und enttäuschend.

Kurz vor der Geburt solltest und wirst du mit deiner Hebamme einen Geburtsplan besprechen, vor allem wenn dich deine Hebamme zur Geburt begleitet. Dazu aber später mehr.

Die Kosten werden von den Krankenkassen meist anstandslos übernommen. 

Also, nicht viel Zeit verstreichen lassen, suche dir die richtige Hebamme aus, mit der du eine gute Basis hast und vertraue!