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Samstag, 7. März 2015

Sollte ich Extra-Untersuchungen machen lassen?

Diese Frage habe ich mir während meiner Schwangerschaft mehr als einmal gestellt. Ist es sinnvoll und notwendig die Nackenfalte messen zu lassen, das Fruchtwasser untersuchen zu lassen, Tests auf Toxoplasmose, Zytomegalie machen zu lassen? Es gibt einen riesigen Dschungel, der aus vielen, vielen Tests besteht und in dem man sich zurechtfinden soll.....meiner Meinung nach ist das für einen Laie fast unmöglich. Woher soll man als freudig, erwartende "Baldmama" wissen, ob ich mich lieber mal auf Toxoplasmose testen lassen sollte oder auch nicht? 
Im besten Fall hat man einen sehr freundlichen und kompetenten Gynäkologen zur Seite, der einen alles Notwendige erklärt, aber leider sieht es in der Realität manchmal ganz anders aus....man fühlt sich schnell missverstanden, überfordert und ratlos und wie "Eine von vielen Schwangeren" in der Praxis. 

Mir hat sich während meiner Schwangerschaft die Frage gestellt, willst und musst du alles wissen und wie gehst du mit den Ergebnissen um, wenn sie nicht positiv sind?
Natürlich will man, dass es seinem Baby gut geht, dass er oder sie gesund und munter zur Welt kommen, aber ist es in jedem Fall sinnvoll, dass nicht nur man selbst, sondern auch das kleine Menschlein im Körper zum "gläsernen Patienten" wird? Oder macht man sich nur umso verrückter, je mehr Tests und Untersuchungsmöglichkeiten es gibt? Reichen vielleicht tatsächlich die normalen Untersuchungen aus?

Ich kann euch darauf absolut keine Antwort geben....die Antwort muss leider jeder für sich finden! In der Schwangerschaft habe ich es von Woche zu Woche, als immer größer werdende Last empfunden. Ich habe mich so oft dabei erwischt, dass ich negative Gedanken hatte........Mache ich diesen Test? Was kommt da raus? Was mache ich, wenn es kein gutes Ergebnis gibt? Geht es meinem Kind gut? Wird alles gut gehen? Was wäre wenn..........? Hey, man kann sich da richtig verrückt machen! Das ist die Last des Fortschritts.

Ist das der Preis dafür? Der Preis dafür, dass man alles mögliche über sein ungeborenes Kind in Erfahrung bringen kann?

Meines Erachtens nach gibt es Dinge, die sind unumstößlich...wenn ich Katzenhalter bin, mache ich einen Toxoplasmosetest.....wenn ich bestimmte Erbkrankheiten oder Gendefekte in der Familie habe, mache ich zum Beispiel die Nackenfaltenmessung..........oder auch die Testung auf Ringelröteln oder Windpocken, wenn ich mit Kindern zusammenarbeite.

Die meisten Auffälligkeiten werden eh durch die drei großen Screenings, die jeder Arzt machen muss, festgestellt. Und wenn es da Auffälligkeiten gibt, wird der Arzt weiterführende Untersuchungen veranlassen und empfehlen. Es gibt natürlich auch Frauen, die besser damit umgehen können und ruhiger leben, wenn sie die Tests machen können und den Umfang der Angebote nutzen können, was ja wiederrum auch in Ordnung ist.

Was wurde mir für ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich Übergewicht habe und "schon" 35 Jahre alt war!!! Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern oder für die kann man nix! 

Der eine Arzt sagte, ich hätte zu wenig Fruchtwassser ich muss zur Feindiagnostik...und?......der untersuchende Arzt meinte nach 45 Minuten Ultraschalluntersuchung, es wäre alles okay.

Mein Arzt meinte, ich hätte zu viele Kalkablagerungen in der Plazenta, da müsste man nochmal genauer nachsehen......in der Klink hieß es, dass es normal sei für eine höhere Schwangerschaftswoche...die machen einen verrückt! 

Durch das Übergewicht wurde auch nicht der kleine Zuckertest gemacht, sondern der große...nach dem Motto "Die ist dick, also hat sie Schwangerschaftsdiabetes und das Kind muss riesig sein!".....tja den Gefallen habe weder ich ihnen getan (der Test war negativ), noch meine Tochter (sie wog zur Geburt in der 40. Woche weniger als 3000 Gramm)! 
Und wieder sieht man, dass die Tests eigentlich nur das gezeigt haben, was man mit einer normalen Untersuchung hätte auch sehen können.

Und je verrückter man gemacht wird, umso negativer und schuldbewußter fühlt man sich und dass das nicht gut sein kann für das Baby ist ja wohl selbstredend.

Ich will und kann nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren und ich will auch bei Weitem nicht alle Tests verteufeln, denn in vielen Fällen sind sie sinnvoll, aber ich will euch zeigen, dass es auch sinnvoll und gesünder ist, Sachen zu hinterfragen und sich die Frage zu stellen "Was bringt mir der Test? Muss ich ihn machen?". Und dass es mehr als wichtig ist, den richtigen Draht zu seinem Arzt zu haben. Man muss sich darauf verlassen können, dass er oder sie einen sicher durch die Schwangerschaft bringen und zum Wohl aller Entscheidungen getroffen werden und Sachen diskutiert werden.

Hier ein Link, der euch zeigt, welche Untersuchungen es so gibt.......

http://www.labor-enders.de/483.html

Montag, 23. Februar 2015

Das leidige Thema "Essen in der Schwangerschaft".......muss nicht sein!

Während meiner Schwangerschaft habe ich andere Schwangere kennengelernt, die es sich bei diesem Thema sehr schwer gemacht haben und auf alles verzichten wollten......aber mal ehrlich...... verantwortungsvoll sollte man sein, es aber nicht übertreiben.

Auf jeden Fall gibt es Lebensmittel, um die sollte jede Schwangere einen großen Bogen machen. Welche dazu gehören, habe ich weiter unten für euch aufgelistet. Aber für einige verbotene Lebensmittel oder Getränke gibt es auch Alternativen, die erlaubt sind.

Ich wurde häufig während meiner Schwangerschaft von der "älteren" Generation schräg angeschaut, wenn ich sagte "Oh das tut mir leid, das darf ich jetzt nicht mehr essen, das ist verboten!'. Und ich muss ehrlich zugeben, so unrecht haben sie doch auch nicht....warum sollte man sich so geiseln aus Unwissenheit heraus? Daher habe ich mich sehr damit auseinander gesetzt und einige Dinge zusammengestellt und möchte das mit euch teilen.

Es gibt auch allerhand Mythen, auf die noch viel zu viele schwören. Zum Beispiel habe ich liebend gern Erdbeeren gegessen in der Schwangerschaft und meine Tochter hat, zur Überraschung vieler, deswegen trotzdem keine roten Haare bekommen!

So, hier nun eine Liste über die wichtigsten definitv verbotenen Lebensmittel:

rohes Fleisch -> nicht nur als Mett, sondern auch jede Wurst Sorte, die rohes Fleisch enthält ( Cervelatwurst, Mettwurst, Cabanossi, Teewurst, Salami, roher Schinken, Bündnerfleisch und Plockwurst), rohe Pökelfleischerzeugnisse, aber auch Leber und Salate aus Wurst mit Mayonnaise

roher Fisch und Meeresfrüchte -> auf Sushi, Fischcarpaccio, Austern und Co. sollte man verzichten, genauso auf geräucherten Fisch

Rohmilchkäse und Milch -> Brie, Camembert, Feta, Rohmilch-Mozzarella, schimmelgereifte Käsesorten (Gorgonzola, Roquefort), unpasteurisierte Milch, Frischkäse, Quark aus Rohmilch (z.B. vom Bauernhof)

Obst und Gemüse -> keine abgepackten Salate, kein rohes ungewaschenes Obst, Gemüse oder Salat, nicht erhitzte Sprossen und Keimlinge

Getränke -> kein Alkohol, keine koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, Schwarzer Tee, Cola, Energy Drinks

rohe Eier -> nicht nur halbrohe oder rohe Eier sollten gemieden werden, sondern auch Lebensmittel, die Ei enthalten und nicht richtig durch gegart sind, Softeis, Lebensmittel aus offenene Theken

Es ist im Umgang mit rohen Produkten (Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse) immer wichtig, sich ausgiebig danach die Hände zu waschen und wenn möglich die Lebensmittel ordentlich zu waschen. Außerdem spricht gegen die meisten oben genannten Produkte nichts, wenn sie gut durchgebraten oder durchgegart werden.

Tipps: Rohmilchprodukte müssen in Deutschland als solche gekennzeichnet sein. Wer ohne Kaffee und Cola nicht leben kann, der kann während der Schwangerschaft auf entkoffeinierten Kaffee und koffeinfreie Cola umsteigen. Wer gern Tiramisu isst oder Sandwiches, belegte Brote usw, alles wo nicht durchgegartes Ei drin ist, kann industriell hergestellte Süßspeisen und Mayonnaise verwenden, da dort alles durch gegart sein muss. Und alle, die auf Eis nicht verzichten wollen, können auf Frucht- oder Milchspeiseeis umsteigen. 
Die meisten Frauen leiden in der Schwangerschaft unter einem Eisenmangel, vorbeugend kann man auf ein saftiges Steak, Brokkoli, getrocknete Aprikosen oder Petersilie zurückgreifen, bevor man Eisentabletten nehmen muss. In der Schwangerschaft neigt man häufig zu Verdauungsproblemen, da wäre ein härterer Stuhlgang nicht wünschenswert, der aber bei Eisentabletten auftritt.
Außerdem sollten ihr auf Zimt verzichten, denn dieser ist angeblich wehenfördernd, genauso wie Pfefferminztee, allerdings gibt es darüber verschiedene Meinungen.

Warum sind diese Sachen verboten? 
Wegen der Gefahr sich mit Toxoplasmose, Listerien oder Salmonellen zu infizieren, die mehrmals schädlich für das Baby sind.

Jetzt zu den Dingen, die ausdrücklich erlaubt und empfohlen sind......

Fisch -> bis zu zweimal pro Woche, jedoch wegen einer höheren Quecksilberbelastung kein Thunfisch oder Schwertfisch

Obst und Gemüse -> man sollte versuchen bis zu fünfmal am Tag Obst und Gemüse zu essen in allen möglichen Darreichungsformen

Vollkornprodukte und Kartoffeln -> sind Energielieferanten und besser als Weizenprodukte, Nudeln und Reis

mageres, gut durchgebratenes Fleisch

Molkereiprodukte -> der tägliche Genuss ist wichtig, wegen dem enthaltenen Kalzium

ungesättigte Fettsäuren -> Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Sojaöl

Schwierig wird es in der Schwangerschaft meistens für Frauen, die sich streng vegetarisch ernähren, da es schnell zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Vitaminen kommen kann. So lange die Lebensmittelauswahl nicht zu einseitig ist und tierische Lebensmittel nicht völlig gestrichen sind, besteht keine Gefährdung des Babys. Wenn man zwar auf Fleisch verzichtet, aber Eier, Milchprodukte und vielleicht auch Fisch isst, ist alles okay.

Wie ihr seht, muss man nur auf einige wenige Dinge wirklich verzichten. Auch wenn es manchmal noch so schwer erscheint, sagt euch "Es ist nur für einen begrenzten Zeitraum und ich verzichte für mein Kind."
Außerdem hat es die Natur schon gut eingerichtet, denn den meisten Frauen vergeht der Appetit auf die "verbotenen Früchte".

Man sollte, wenn keine Schilddrüsenproblematik vorliegt, auf Salz nicht verzichten, im Gegenteil man benötigt in der Schwangerschaft mehr Jod.
Auch das Zuführen von Omega3 Fettsäuren und Folsäure ist sinnvoll, denn beides wird vom Baby für eine gute und gesunde Entwicklung benötigt. Man kann verschiedene Präparate in der Apotheke kaufen....es lohnt sich da mal wieder der Preisvergleich!