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Montag, 30. März 2015

Ab wann kann ich mein Kind spüren?

Diese Frage habe ich mir während meiner Schwangerschaft so unendlich oft gestellt. Da spürt man da etwas ziehen oder da etwas grummeln, ist es das Baby? Man hört in seinen Körper rein und ist sich unendlich unsicher. 

Die meisten Frauen können ihr Baby um die 20. Woche das erste Mal spüren, bei anderen dauert es etwas länger. Aber spätestens mit der 24. Woche haben die meisten ihr Baby das erste Mal deutlich wahrgenommen. Das hängt davon ab, wie die Plazenta gelagert ist, wie dick sie ist und ob es das erste Baby ist. Frauen, die bereits ein Baby haben, spüren das neue Baby deutlich eher.

Wie fühlt es sich an? Wie ein Flattern, ein leichtes Zittern, ein Glucksen, wie ein Pochen oder Klopfen, wie Schmetterlinge im Bauch, wie zerplatzen de Seifenblasen oder wie Darmwinde. Bei jeder Frau fühlt es sich anders an und erst wenn es ein paar Mal passiert, kann man sich sicher sein.

Wie unglaublich ist es doch, wenn man im Ultraschall das kleine, zappelnde Etwas sieht und da man noch nichts spürt, kann man es nicht glauben. Und dann gegen Ende der Schwangerschaft wird man geboxt und getreten, was schmerzhaft sein kann, wenn das Kleine gerade die Rippe, den Magen oder die Leber erwischt. Trotzdem ist man immer glücklich darüber.

Das Spüren der Kindsbewegungen hilft den Müttern eine Verbindung zu ihrem Kind aufzubauen und bereits hier beginnt das "sagenumwobene" Bonding, nicht erst bei der Geburt. Beobachtet man eine schwangere Frau, sieht man wie sie immer wieder liebevoll über ihren Bauch streichelt. Nachgewiesenermaßen, nimmt das Baby diese Berührung war und mit etwas Glück reagiert es prompt, indem es zum Beispiel das Körperteil hindreht, was es gegrault haben will. Spätestens jetzt kann man auch merken, dass das Baby reagiert, wenn man mit ihm spricht, ihm etwas vorliest oder singt.

Sobald die ersten Bewegungen spürbar sind, dauert es auch nicht lange bis man diese Tritte auch von außen sehen kann. Ab diesem Zeitpunkt wird auch für die Papas die Schwangerschaft real.

Ein gesundes Kind spürt man über den Tag verteilt immer mal wieder, aber es macht auch kleine Pausen von ca. 40 Minuten, da wird dann geschlafen. Am Anfang merkt das Baby nicht jeden Tag und sehr, sehr unregelmäßig. Gegen Ende der Schwangerschaft werden die Bewegungen weniger, da das Baby immer weniger Platz hat zum Turnen. Am liebsten turnen die Minis, wenn man selbst zur Ruhe kommt, also zum Beispiel wenn man schläft. Warum? Ganz einfach....den ganzen Tag wird es durch die Bewegungen der Mama sanft geschaukelt und kann dabei mehr als gut schlafen, aber plötzlich ist da Ruhe, also kann man sich selbst mal etwas bewegen. 

Wenn du aber mal sehr unsicher bist, weil du das Kind eine kleine Weile nicht gespürt hast oder das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, dann geh bitte immer zum Arzt!

Samstag, 14. März 2015

Geburtsvorbereitungskurs

Für fast alle Schwangere ist es wichtig, solch einen Kurs zu besuchen. Aber muss man dahin? Was macht man da? Wer bezahlt das? Nützt der mir etwas? Wo kann ich den machen? Kann ich beim zweiten Kind nochmal hin?

Ein Geburtsvorbereitungskurs ist eine sehr sinnvolle Sache, wenn man den richtigen Anbieter hat. Dieser Kurs wird von ambulanten Hebammenpraxen oder auch in Krankenhäusern, Geburtshäusern und Familienbegegnungsstätte angeboten.


Kann dort auch der werdende Papa mitgehen?

Es gibt verschiedene Arten von Kursen, aber in allen dürfen die Papas zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt des Kurses mitgehen.


Welche Arten von Kursen gibt es?

- nur für Schwangere
- für Schwangere mit Begleitperson (muss nicht immer der Partner sein)
- Paarkurse an einem Wochenende
- Kurse, die einmal pro Woche stattfinden
- für Erstgebärende
- für Schwangere, die bereits ein oder mehrere Kinder haben

In bestimmten Fällen kann der Kurs auch als Einzelsitzung absolviert werden, daheim oder im Krankenhaus, wenn zum Beispiel die Schwangere aus gesundheitlichen Gründen nicht regulär teilnehmen kann. Dafür benötigt man lediglich ein Rezept vom Gynäkologen.


Wer bezahlt den Kurs?

Bei normal gesetzlich Versicherten bezahlt es die Krankenkasse in einem Umfang von 14 Mal 60 Minuten, was dann auf die jeweilige Kurslänge umgerechnet wird. Die Begleitperson muss den Beitrag in den meisten Fällen selbst zahlen.


Muss man dahin?

Nein, muss man nicht. Es gibt dafür keine Pflicht, es ist ein Angebot, was wahrgenommen werden kann. 


Was macht man da?

Viele denken, dass dort die ganze Zeit nur Gehechelt wird. Weit gefehlt! Solch ein Kurs ist dafür da, dass Ängste genommen, Irrtümer beseitigt, Unsicherheiten genommen und Wissen erlangt wird. Mögliche Inhalte sind:

- Entspannung -> Erproben verschiedener Entspannungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Schwangerschaft und Geburt
- Aufklärung über die Geburt -> Wehen, Fruchtwasser, Schmerzen, Hilfsmittel, Unterstützung durch den Partner, Nachgeburt, Wochenbett, Klinikabläufe
- Veratmen von Schmerzen wird geübt
- Fragen werden geklärt rund um die Schwangerschaft
- Stillen und alles, was dazu gehört
- Gymnastik zur Steigerung der Ausdauer und Entlastung der Gelenke, Reduzierung von Schwangerschaftsbeschwerden
- Schilderung und Erklärung eines Kaiserschnitts
- Aufklärung über mögliche Komplikationen
- verschiedene Gebärpositionen probieren
- Besichtigung eines Kreißsaals
- Babypflege
- Informationen über Dammmassage und weitere Massagetechniken
- Kliniktasche, was gehört rein


Kann ich beim zweiten Kind nochmal hin?

Ja klar, gerade wer nicht erstgebärend ist, hat meistens nicht so die Möglichkeit sich auf die neue Schwangerschaft einlassen zu können. Solch ein Kurs bietet Raum dafür sich mit der Schwangerschaft zu befassen und die Momente zu geniessen.


Ab wann kann ich den Kurs machen?

Im Prinzip zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft, aber es bietet sich an ihn ca. ab der 28. Schwangerschaftswoche zu machen, denn da ist man schon eine Weile schwanger, hat vielleicht schon Schwangerschaftswehwehchen und spürt das Baby. Und es ist noch eine Weile bis zur Geburt hin, im besten Fall.

Wie ihr seht, ist dieser Kurs wirklich sinnvoll und ist gerade geeignet für Schwangere, die sehr viele Ängste und Unsicherheiten haben oder für Schwangere, die sich gern austauschen. Häufig findet man dort Freundschaften für die Ewigkeit.

Dienstag, 10. März 2015

Schilddrüsenprobleme und unerfüllter Kinderwunsch

Viele werden sich jetzt Fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, aber ich sage euch....ne Menge!
Bereits in meinem vorherigen Post habe ich angedeutet, dass eine mangelhafte Funktion der Schilddrüse mit einem unerfüllten Kinderwunsch zu tun haben kann. Ich meine jetzt nicht im direkten Zusammenhang mit PCO, sondern im allgemeinen. Ich versuche nicht all zu sehr ins Detail zu gehen, aber das Wichtigste zu erklären.

Ich versuche im heutigen Post auf den Zusammenhang und die unterschiedlichen Arten von Schilddrüseproblemen einzugehen.

Es gibt drei verschiedene Hauptarten von Störungsbildern der Schilddrüse

1. Kropf oder auch Struma
2. Schilddrüsenunterfunktion
3. Schilddrüsenüberfunktion

Egal welches der drei Erkrankungsbilder, geraden die Schilddrüsenhormone durcheinander, kommt es zu Eizellreifungsstörungen und Zyklusstörungen. Bei einer Überfunktion kommt es auch meist zu Fehlgeburten.

Was sind die Symptome?

Schilddrüsenunterfunktion:

- starke Müdigkeit
- raue und trockene Haut
- Haarausfall
- Libidoverlust
- geschwollenen Gesicht
- Gewichtszunahme ohne Änderung der Essgewohnheiten
- verlangsamte Reflexe -> Neigung zu Krämpfen
- langsame Verdauung

Schilddrüsenüberfunktion:

- Nervosität, Unruhezustände, Reizbarkeit
- Schlaflosigkeit
- Haarausfall
- Gewichtsverlust, trotz guten Appetits
- warme Haut, Hitzewallungen
- Wärmeunverträglichkeit
- hoher Blutdruck
- Zittern
- Zyklusstörungen und Libidoverlust

Kropf oder Struma -> deutlich sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse

Wie sieht die Behandlung aus, damit ich schwanger werden kann?

Nachdem ein Blutbild gemacht wird und der TSH- Wert (das ist das Hormon, welches sehr wichtig für die Schilddrüse ist) bestimmt wurde, wird bei einer Unterfunktion vom Arzt ein Medikament verordnet, das wieder eine hormonelle Balance herstellen wird. Wenn die hormonelle Balance wieder hergestellt ist, was unter Umständen eine zeitlang dauern kann, pendelt sich der Zyklus wieder ein und es kommt zu Eisprüngen und im besten Fall zu einer Schwangerschaft.
Während der Schwangerschaft muss man immer wieder Bluttest machen lassen und es wird geschaut, ob die Dosis verändert werden muss oder nicht. Bei einer Überfunktion ist das anders, denn da ist es sinnvoll vor der Schwangerschaft, wenn es bekannt ist, eine Radiojod-Therapie oder Operation zu machen. Falls jedoch eine Schwangerschaft eingetreten ist, dann kann man auch per Medikamente den Hormonhaushalt regeln.

Was bedeutet das für mein ungeborenes Baby?

In der Schwangerschaft muss die Schilddrüse mehr leisten, da sie ja für zwei arbeiten muss, vor allem in der ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte übernimmt dann die Schilddrüse des Babys auch einen Teil der Arbeit. Hinzukommt, dass ein hormonelles Gleichgewicht auch zur Reifung des Gehirns des Babys wichtig ist! Eine richtig eingestellte Schilddrüsen-funktion verhindert Schädigungen am Embryo!

Ebenso wichtig ist die Einnahme von Jod während der Schwangerschaft, was jedoch immer mit Rücksprache des Arztes erfolgen sollte, da gerade bei einer Unterfunktion alles durcheinander gebracht werden kann.

Also halten wir fest........egal ob PCO, Schilddrüsenfunktionsstörung und Co.....wenn der Kinderwunsch über min. 1 Jahr unerfüllt bleibt, ist es ratsam sich an seinen Arzt des Vertrauens zu richten und sich durchchecken zu lassen. Lasst euch nicht abwimmeln und steht zu euren Meinungen, Träumen und Hoffnungen!

Samstag, 7. März 2015

Sollte ich Extra-Untersuchungen machen lassen?

Diese Frage habe ich mir während meiner Schwangerschaft mehr als einmal gestellt. Ist es sinnvoll und notwendig die Nackenfalte messen zu lassen, das Fruchtwasser untersuchen zu lassen, Tests auf Toxoplasmose, Zytomegalie machen zu lassen? Es gibt einen riesigen Dschungel, der aus vielen, vielen Tests besteht und in dem man sich zurechtfinden soll.....meiner Meinung nach ist das für einen Laie fast unmöglich. Woher soll man als freudig, erwartende "Baldmama" wissen, ob ich mich lieber mal auf Toxoplasmose testen lassen sollte oder auch nicht? 
Im besten Fall hat man einen sehr freundlichen und kompetenten Gynäkologen zur Seite, der einen alles Notwendige erklärt, aber leider sieht es in der Realität manchmal ganz anders aus....man fühlt sich schnell missverstanden, überfordert und ratlos und wie "Eine von vielen Schwangeren" in der Praxis. 

Mir hat sich während meiner Schwangerschaft die Frage gestellt, willst und musst du alles wissen und wie gehst du mit den Ergebnissen um, wenn sie nicht positiv sind?
Natürlich will man, dass es seinem Baby gut geht, dass er oder sie gesund und munter zur Welt kommen, aber ist es in jedem Fall sinnvoll, dass nicht nur man selbst, sondern auch das kleine Menschlein im Körper zum "gläsernen Patienten" wird? Oder macht man sich nur umso verrückter, je mehr Tests und Untersuchungsmöglichkeiten es gibt? Reichen vielleicht tatsächlich die normalen Untersuchungen aus?

Ich kann euch darauf absolut keine Antwort geben....die Antwort muss leider jeder für sich finden! In der Schwangerschaft habe ich es von Woche zu Woche, als immer größer werdende Last empfunden. Ich habe mich so oft dabei erwischt, dass ich negative Gedanken hatte........Mache ich diesen Test? Was kommt da raus? Was mache ich, wenn es kein gutes Ergebnis gibt? Geht es meinem Kind gut? Wird alles gut gehen? Was wäre wenn..........? Hey, man kann sich da richtig verrückt machen! Das ist die Last des Fortschritts.

Ist das der Preis dafür? Der Preis dafür, dass man alles mögliche über sein ungeborenes Kind in Erfahrung bringen kann?

Meines Erachtens nach gibt es Dinge, die sind unumstößlich...wenn ich Katzenhalter bin, mache ich einen Toxoplasmosetest.....wenn ich bestimmte Erbkrankheiten oder Gendefekte in der Familie habe, mache ich zum Beispiel die Nackenfaltenmessung..........oder auch die Testung auf Ringelröteln oder Windpocken, wenn ich mit Kindern zusammenarbeite.

Die meisten Auffälligkeiten werden eh durch die drei großen Screenings, die jeder Arzt machen muss, festgestellt. Und wenn es da Auffälligkeiten gibt, wird der Arzt weiterführende Untersuchungen veranlassen und empfehlen. Es gibt natürlich auch Frauen, die besser damit umgehen können und ruhiger leben, wenn sie die Tests machen können und den Umfang der Angebote nutzen können, was ja wiederrum auch in Ordnung ist.

Was wurde mir für ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich Übergewicht habe und "schon" 35 Jahre alt war!!! Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern oder für die kann man nix! 

Der eine Arzt sagte, ich hätte zu wenig Fruchtwassser ich muss zur Feindiagnostik...und?......der untersuchende Arzt meinte nach 45 Minuten Ultraschalluntersuchung, es wäre alles okay.

Mein Arzt meinte, ich hätte zu viele Kalkablagerungen in der Plazenta, da müsste man nochmal genauer nachsehen......in der Klink hieß es, dass es normal sei für eine höhere Schwangerschaftswoche...die machen einen verrückt! 

Durch das Übergewicht wurde auch nicht der kleine Zuckertest gemacht, sondern der große...nach dem Motto "Die ist dick, also hat sie Schwangerschaftsdiabetes und das Kind muss riesig sein!".....tja den Gefallen habe weder ich ihnen getan (der Test war negativ), noch meine Tochter (sie wog zur Geburt in der 40. Woche weniger als 3000 Gramm)! 
Und wieder sieht man, dass die Tests eigentlich nur das gezeigt haben, was man mit einer normalen Untersuchung hätte auch sehen können.

Und je verrückter man gemacht wird, umso negativer und schuldbewußter fühlt man sich und dass das nicht gut sein kann für das Baby ist ja wohl selbstredend.

Ich will und kann nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren und ich will auch bei Weitem nicht alle Tests verteufeln, denn in vielen Fällen sind sie sinnvoll, aber ich will euch zeigen, dass es auch sinnvoll und gesünder ist, Sachen zu hinterfragen und sich die Frage zu stellen "Was bringt mir der Test? Muss ich ihn machen?". Und dass es mehr als wichtig ist, den richtigen Draht zu seinem Arzt zu haben. Man muss sich darauf verlassen können, dass er oder sie einen sicher durch die Schwangerschaft bringen und zum Wohl aller Entscheidungen getroffen werden und Sachen diskutiert werden.

Hier ein Link, der euch zeigt, welche Untersuchungen es so gibt.......

http://www.labor-enders.de/483.html

Mittwoch, 18. Februar 2015

Juhu....es hat geklappt! .........oder?

In den letzten Posts habe ich euch aus meiner Erfahrung heraus geschildert, welche Faktoren eine Schwangerschaft verhindern können. Aber was ist, wenn es vielleicht doch geklappt hat? Woran merke ich, dass ich schwanger bin?

Leider muss ich euch da sagen, dass das bei jeder Frau anders ist und es keine konkreten ersten Anzeichen gibt, bevor man einen Schwangerschaftstest machen kann. Viele Frauen leiden vor ihrer Regelblutung unter Migräne, Brustspannen, Übelkeit und Schwindel (PMS) sind aber nicht schwanger. Daher ist es immer sehr zu empfehlen wenigstens bis zum Termin des Einsetzens der Regelblutung zu warten mit einem Test. Ich kenne kaum eine Frau, die 100% sicher getestet hat mit einem Frühtest. Also kann man sich das Geld und die Nerven sparen und einfach ein paar Tage später mit einem ordentlichen Test testen. Bei mir war zum errechneten Termin der Test sogar noch negativ und eine Woche später fett positiv!

Ein gutes Zeichen ist es schon mal, wenn die Blutung nicht einsetzt. Bei einigen machen sich auch menstruationsartige Schmerzen bemerkbar. Hinzukommen dann, bei vielen ab der 6-7 Schwangerschaftswoche , Übelkeit, Erbrechen und schmerzende, geschwollene Brüste. Spätestens wenn die Regelblutung ausbleibt, kann man einen Test machen. Ob nun einen gekauften oder einen beim Frauenarzt, bleibt jedem selbst über- lassen. Spätestens mit einem positiven Test in der Hand macht man eh einen Termin bei seinem Frauenarzt.

Welche Schwangerschaftsanzeichen eine Frau bekommt, kann man nicht vorhersagen. Bei den meisten Frauen tritt die typische Übelkeit auf. Diese Übelkeit kommt durch den Anstieg des Schwangerschaftshormons HCG und/oder durch einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel, den der Körper ja gar nicht gewohnt ist. Entgegen vieler Meinungen, muss diese nicht nur morgens auftauchen, sondern kann auch erst ab Mittag oder Abend sein. Oftmals bleibt es "nur"bei Übelkeit ohne Erbrechen. Ein kleiner Tipp bei Schwangerschaftsübelkeit am Morgen......nehmt Kekse, Zwieback oder ähnliches und Wasser mit ans Bett und esst einen Happen bevor ihr aufsteht. Leider gibt es Frauen, die mit einer sehr starken Übelkeit mit Erbrechen zu kämpfen haben bis zum Ende der Schwangerschaft, aber in den meisten Fällen vergeht die Übelkeit um die 12./13. Schwangerschaftswoche. Wer sehr unter Übelkeit und Erbrechen leidet, kann sich vom Arzt schwangerschaftstaugliche Mittel verordnen lassen. Weitere Tipps sind Kräutertees, wie Ingwertee, Pfefferminze oder Fencheltee zu trinken und regelmäßig kleine Portionen zu essen. Gefährlich wird es dann, wenn die Übelkeit mit Erbrechen länger andauert und man nicht genug trinkt. Leider kann da manchmal nur ein Krankenhausaufenthalt helfen.

Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit sind bedingt durch den "Umbau" zur Blutversorgung der Plazenta und auch da wieder durch die Hormonumstellung. Da helfen Pausen, viel Trinken und vor allem die Beobachtung des Blutdrucks.

Wundert euch auch nicht, wenn ihr plötzlich extrem müde seid und im Stehen schlafen könntet. Euer Körper schafft Höchstleistungen und verbraucht dabei sehr viel Energie. Die gute Nachricht ist, dass auch das schnell wieder nachlässt und im zweiten Drittel der Schwangerschaft meistens einem ungeheuren Tatendrang und Energieschwung weicht.

Ein weiteres Symptom ist die starke Geruchsempfindlichkeit. Der Körper will und muss dich und dein Baby schützen. Plötzlich wird einem schlecht, wenn man beim Fleischer ist oder auch nur an manche Sachen denkt. Beim Anblick des liebsten Lieblingsessens kann es dir übel werden. Im Gegensatz dazu kann es sein, dass du extremen Heißhunger auf bestimmte Speisen bekommst und das Gefühl hast, dass du stirbst, wenn du das bestimmte Lebensmittel nicht essen kannst. Es ist wirklich schwer zu schildern, denn man kann es sich nicht schwanger nicht vorstellen. Tückisch ist hierbei, dass man dadurch viel zu schnell, viel zu viel zunehmen kann. Da euer Gewicht eh bei jedem Arztbesuch kontrolliert wird, würde euch der Arzt dann mit Sicherheit in diesem Fall darauf ansprechen.

Was kann euch noch auffallen? Ein gesteigerter Harndrang. Auch der ist völlig normal und gehört dazu. Man war doch gerade auf der Toilette...und muss schon wieder!?! Egal, trotzdem müsst ihr viel trinken. Nachts ist der Harndrang zwar wirklich nervig, aber man weiß ja wofür man sich plagt.

Neben der vielen Symptome fällt den meisten auch die Veränderung ihrer Brüste auf. Sie sind empfindlicher, größer und/oder schmerzhaft? Natürlich muss sich der Körper auf das Stillen vorbereiten. Die Milchdrüsen wachsen und die Brustwarzen werden dunkler. Unbedingt zu empfehlen ist hier ein gutsitzender BH! Das ist definitiv die falsche Stelle zum Sparen, denn wenn man sich dann noch mit Rückenschmerzen und Verspannungen herumärgern muss, ist das mehrmals ärgerlich. 

Auch Blähungen, Unterleibsschmerzen und Stimmungsschwankungen können sich bemerkbar machen.

Wie ihr seht, kann es zu vielfältigen ersten "Anzeichen" kommen, aber wundert euch nicht wenn ihr gar nichts spürt und der Test trotzdem positiv anzeigt. Auch das kommt vor und ist kein Grund zur Besorgnis. Im nächsten Post schilderte ich euch, wie es nach einem positiven Test weitergeht............

Wenn ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, schreibt mir doch gern!

Samstag, 31. Januar 2015

Persönliche Erfahrung

Nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, hatte ich keinen regelmäßigen Zyklus. Ein- bis zweimal im Jahr hatte ich eine Blutung. So war es schon vorher, daher ahnte ich schon, dass etwas nicht hinhaut. Nach einem halben Jahr ohne Regelblutung, ging ich zu meiner Gynäkologin, die einen Bluttest machte und ein Ultraschall. Ihre Aussage "Alles in Ordnung! Aber hier mal ein paar Hormone für Sie zum einnehmen!". Ich wurde mit Clomifen und Chlormadinom vollgestopft und lief wie ein Zombie durch die Gegend. Nichts tat sich.....
Ich bekam nach einem weiteren halben Jahr die Überweisung für eine Kinderwunschklinik. Nach einer ziemlich langen Wartezeit hatten wir dann unseren Termin. Erst wurde die gesamte Familienanamnese gemacht, dann ein Ultraschall gemacht und Blut abgenommen. Bereits beim Ultraschall kam der Verdacht auf PCO auf, da ich das typische Ultraschallbild hatte. Vor dem nächsten Termin musste mein Mann noch ein Spermiogramm machen lassen und ich einen Zuckerbelastungstest. Beim zweiten Termin dann die Ergebnisse....alles war niederschmetternd schlecht und noch dazu PCO!.....?...............Unfruchtbar!
Was nun? Ich musste ein Diabetikermedikament nehmen (Metformin) und innerhalb von zwei Monaten bekam ich einen regelmäßigen Zyklus. Bereits im zweiten Zyklus wurde mein Eisprung beobachtet, per Spritze ausgelöst und auf Anweisung geherzelt....und......es hat trotz der schlechten Prognosen geklappt. Ich musste dann noch Progesteron nehmen, da ich auch noch eine Gelbkörperschwäche habe. Das musste ich dann bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche nehmen und jetzt halte ich meine Tochter im Arm. Es hat zwar 2 Jahre gedauert, aber die Mühen, Tests, das Hoffen und Bangen alles hat sich gelohnt.

Was will ich euch mit meiner Geschichte sagen? Man sollte nicht die Flinte ins Korn werfen und aufgeben, denn es gibt meistens noch Hoffnung. Sicherlich gibt es keine Garantie, dennoch sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Für uns waren die Grenzen, bis wohin wir unseren Kinderwunsch verfolgen klar gesteckt von Anfang an und ich hatte mich auch versucht an den Gedanken zu gewöhnen, dass es nicht klappen könnte. Es war eine grausame und niederschmetternde Zeit, die eine Beziehung auch erstmal aushalten muss. Letztenendes hat mein Mann für uns beide die Hoffnung nie aufgegeben und er sollte auch Recht behalten.